Alpines Grasland

Einen Schritt vom Himmel

Die scheinbar unbewohnten und unwirtlichen Gipfelwiesen beherbergen Arten, die in unserer Provinz selten geworden sind. Dort, wo das Gras mit den Felsen um den Platz kämpft, können im Winter wandernde Exemplare des Alpenschneehuhns (Lagopus mutus) auftauchen. Dieser Vogel, der durch den Klimawandel zunehmend bedroht ist, kleidet sich in der kalten Jahreszeit in ein weißes Federkleid, das es ihm ermöglicht, auf den schneebedeckten Gipfeln fast ungesehen zu bleiben. Andere Tiere, die man zwischen den Felsen finden kann, sind das Steinhuhn (Alectoris graeca) und einige Herden von Gämsen (Rupicapra rupicapra).

Auch verschiedene botanische Arten von großem Interesse trotzen den rauen Gipfelbedingungen. Sie treten oft in Form von Kissen oder in liegender Haltung auf, mit fleischigen Blättern oder dicht behaart; sie wachsen auf felsigen Graten und in Schluchten: Es ist nicht immer einfach, ihre Schönheit zu erkennen. Zu den Highlights für Botanikliebhaber gehören Androsace helvetica, Minuartia rupestris, Saussurea alpina oder Antennaria carpatica.

 

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